PJ

From Fachschaft Medizin Göttingen

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Das PJ ist der letzte Abschnitt des Medizinstudiums und wird vollständig als Praktikum abgeleistet. Es besteht aus 3 Tertialen, die jeweils aus 16 Wochen bestehen. Die Tertiale können auch gesplittet werden. Weiterhin ist es möglich das PJ halbtags abzuleisten. Zuständig für das PJ ist Frau Niemeyer, eine der allerbesten und studentenfreundlichsten Ansprechpartner die man sich vorstellen kann. Das PJ muß im 10 Semester beantragt werden und endet mit dem Beginn der Lernzeit für das Hammerexamen.

Inhaltsverzeichnis

Vorstellung der Krankenhäuser und Anmeldung

Das PJ fängt an mit einer Vorstellung der Lehrkrankenhäuser und dem Informationstag des Klinikums. Bei der sich die einzelnen Krankenhäuser präsentieren und um die Studenten werben. Dann erfolgt die Anmeldung und die anschließende Verlosung der Plätze, wobei man meistens den gewünschten Platz bekommt, gerüchterweise gibt keinen oder nur sehr wenige die nicht das bekommen was sie wollen. Der genaue Ablauf und die Formalien sind einem häufigen Wandel unterworfen und es wird auf der PJ Seite des Klinikums erklärt, so dass hier nur der Link dazu steht www.med.uni-goettingen.de.

Für die Anmeldung muss man alle Scheine die man seit dem Physikum erworben hat vorweisen. Seit neuestem werden die Scheine zentral gesammelt und man muss nicht mehr von Sekreteriat zu Sekreteriat rennen.

Prinzipiell muss man sich überlegen ob man ein Lehrkrankenhaus oder das Klinikum anvisiert. Hierbei gilt: Lehrkrankenhaus beinhaltet meistens eine bessere Betreuung aber weniger Unterricht. Aber in erster Linie ist es wie bei Famulaturen vom Zufall abhängig ob man auf einen engagierten Assistenzarzt oder Ärztin trifft. Eine Bezahlung ist offiziell nicht erlaubt, aber erfolgt in Form von Aufwandsentschädigung, Anfahrtskostenerstattung und Hiwiverträgen und bewegt sich zwischen 100 und 700 Euro pro Monat und ist von den Professoren hauptsächlich als "Investition in zukünftige Assistenzärte und Ärztinnen" gedacht.

Um Erfahrungsberichte zu lesen ist die Internetseite www.pj-ranking.de gedacht.

Die Tertiale

Die Tertiale ähneln den Famulaturen sehr. Man kommt auf Station, muß Blut abnehmen, schaut den Ärzten und Ärztinnen über die Schulter, macht ein paar Patienten-Aufnahmen und schreibt den ein oder anderen Brief. Häufig wird man auch ein oder zwei Patientenzimmern zugeordnet. Da man länger dabei ist, werden die Abläufe klarer und man bekommt als Student bzw. Studentin mehr Möglichkeiten. Zusätzlich bekommt man ein Logbuch in die Hand gedrückt bei dem man Unterschriften sammeln muss. Anhand dieses Logbuchs kann man sehen, was man tun sollte und gerüchteweise läßt es sich dazu einsetzen, die dort beschriebenen Tätigkeiten beim Verantwortlichen einfordern. Vom Studenten werden im Gegenzug das Schreiben von mind. 5 Briefen und 10 Patientenberichten gefordert. Theoretisch könnte das Logbuch im Hammerexamen von den Prüfer angeschaut und beurteilt werden.

Wichtig ist wie bei jedem Praktikum sich mit dem Personal, dem Pflegeteam und der ärztlichen Belegschaft gut zu stellen. Dazu gehört auch zum Abschluß einen Kuchen oder ähnliches zu backen und mitzubringen.


Bestätigung

Am Ende muss wie bei jedem anderen Praktikum auch eine Bescheinigung vom Chefarzt mit Stempel ausgefüllt werden. Diese müssen für die Prüfungsanmeldung frühzeitig eingereicht werden.


Ferien und Lernfrei

Insgesamt hat man 20 Tage Urlaub. Allerdings dürfen pro Tertial max. 10 Tage genommen werden. Diese Regelung wurde eingeführt, da in der Vergangenheit von vielen der gesamte Urlaub im letzten Tertial genommen wurde, wodurch das letzte Tertial für viele nicht aus 16 Wochen sondern unter Nutzung der lernfreien Tage nur aus 10 Wochen bestand.

Die Regelung im Überblick:

Abwesenheit: 20 Tage (egal ob Krank, Urlaub), davon max. 10 pro Tertial Lernfrei: 5 Tage am Stück pro Tertial, plus zusätzlich 1 Stunde pro Tag (kann Wochenweise auf 5 h kummuliert werden)


Selbstverständlich ist alles in Absprache mit den Abteilungen zu klären.

Ausland

Die Ableistung der Tertiale ist im Ausland möglich. Wobei dies in der Studienkommission und im Fakultätsrat häufiger zur Diskussion steht und droht abgeschafft oder begrenzt zu werden. Verglichen mit anderen Studiengängen ist es relativ einfach ein derart langes Praktikum im Ausland zu machen. Folgende Schritte müssen unternommen werden

* Entscheidung: Erasmus oder selbstorganisiertes PJ
* wenn man ein Selbstorganisiertes PJ machen will muss man sich das gewünschtes Krankenhaus suchen und schauen ob es geeignet ist (Universitätsklinik geht fast immer, ansonsten muss der Status eines Lehrkrankenhauses vorhanden sein. Prinzipiell gilt: Je größer desto besser). Es gibt eine Liste mit "Richtilinien"
* Mit Frau Niemeyer besprechen
* Mit dem zuständigen Professor abklären ob das Krankenhaus geeignet ist. Das ist ein Prof des gewünschten Faches. Z.B. für Anästhesie Prof Croizer.
* Bei LPA anmelden bis mindestens 6 Wochen vor Tertial-Beginn.
* Aufenthalt klären. Also Visa, Unterkunft, Reise und was noch dazu gehört.
* Sich für ein Stipendium bewerben 1) DAAD Hinweise auf der bvmd.de Seite oder 2) UMG Stipendium Stipendien des Klinikums Göttingen
* Los gehts!
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